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Rezidivfreies Überleben und dosimetrische Ergebnisse von Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom nach interstitieller 125-Iod-LDR-Brachytherapie
Neubauer S1,2, Derakhshani P1,2, Weise C1,3, Spira G1,3
(1) Westdeutsches Prostatazentrum, Köln, Deutschland (2) Abteilung für Urologie, Klinik am Ring, Köln (3) Abteilung für Radioonkologie, Klinik am Ring, Köln
EINLEITUNG: Wir berichten über die lokale Tumorkontrolle und korrelieren diese zu dosimetrischen Daten bei Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom nach 125-Iod LDR-Monotherapie mit einem Follow-Up von bis zu 7 Jahren. MATERIAL UND METHODEN: 651 Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom erhielten zwischen Dezember 2000 und Dezember 2004 eine perineale Seedimplantation mit realtime-modifizierter Dosisplanung als Monotherapie. 501 (77%) Patienten hatten ein niedriges Risiko, 148 (23%) ein mittleres Risiko und 2 waren in der Hochrisikogruppe. 599 Patienten (92%) wiesen einen Gleason-Score 6 oder weniger auf, die Verteilung der klinischen Stadien war 2,4% T1a-b, 68,7% T1c, 27,8% T2a und 1,1% T2b. ERGEBNISSE: Die mediane Nachbeobachtungszeit war 52,7 Monate (Range: 35.3-84.0). Das 5-Jahres-PSA-rezidivfreie Überleben (PRFS) für Patienten mit niedrigem und mittleren Risiko betrug 97,5% und 94%. Es wurden eine mediane V100-Prostata von 98% und eine mediane D90-Prostata von 177 Gy erreicht. Die D90-Prostata war >130/140/150/160 Gy in 98,2/93,9/90,4 und 85,6% der Patienten. Die mediane D30-Urethra betrug 199,3 Gy und die mediane D10-Rektum 88,2 Gy. Patienten mit PSA-Rezidiv hatten eine mediane D90-Prostata von 167,8 Gy, bei Patienten ohne Rezidiv betrug sie 175,9 Gy. Die Patienten wurden nach PSA-Nadir 0,5 ng/ml stratifiziert (98,2% und 87,6%). Eine Subanalyse der Gruppe mit niedrigem Risiko zeigte ein 5-Jahres PRFS für PSA-Nadir 0,5 ng/ml von 98% und 92%. SCHLUSSFOLGERUNG: Unsere Untersuchung zeigte eine Korrelation der Ergebnisse nach LDR-Brachytherapie mit PSA-Wert, Tumor Stadium, Gleason-Score und dosimetrischer Qualität. In unserer Serie war die D90-Prostata, als Merkmal der Qualität einer Implantation, der stärkste prognostische Faktor.
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Prospektive Analyse der langfristigen gesundheitsrelevanten Lebensqualität nach definitiver LDR-Brachytherapie der Prostata Derakhshani P1,2, Spira G1,3, Weise C1,3, Neubauer S1,2
(1) Westdeutsches Prostatazentrum, Klinik am Ring, Köln (2) Abteilung für Urologie, Klinik am Ring, Köln (3) Abteilung für Radioonkologie, Klinik am Ring, Köln
EINLEITUNG: Die Einflüsse auf die Lebensqualität (LQ) sind wichtige Kriterien vor der Therapieentscheidung für Patienten mit lokal begrenztem Prostatakarzinom. Ziel der Studie war es anhand von validierten Fragebögen langfristige Veränderungen von LQ, Miktion, Darmfunktion und Sexualfunktion nach permanenter LDR-Brachytherapie (PB) zu erfassen. MATERIAL UND METHODEN: Zwischen 12/00 und 06/06 wurden 939 Patienten mit einer PB (125-Jod-Seeds) behandelt. Aus diesem Kollektiv wurden 506 konsekutive Patienten (behandelt 12/04 bis 06/06) in Hinblick auf Lebensqualität, Miktions- und Sexualfunktion prospektiv untersucht. Validierte Fragebögen (IPSS, QLQ-C30, PR25-Modul, IIEF5) wurden vor und bis 36 Monate nach der Behandlung ausgefüllt. ERGEBNISSE: Der mediane Follow-Up der Patienten betrug 32 Monate (16-41). Die Miktion (vor PB IPSS 6,7) war 3 und 6 Monate nach PB deutlich verschlechtert (13,2/9,9), erreichte aber nach 12 Monaten das Ausgangsniveau (8,2). Die Miktionssymptomatik im PR25 zeigte 3 und 6 Monate nach PB eine signifikante Verschlechterung, lag aber nach 12 Monaten wieder auf Ausgangsniveau. 67,7% der Patienten hatten im IIEF5 eine normale erektile Funktion vor PB. Bei den potenten Patienten wurde eine erektile Dysfunktion 12, 24 und 36 Monate nach PB bei 35,3%, 31,8% und 33% festgestellt. Der allgemeine Gesundheitszustand vor PB war ausgezeichnet (88,85) und blieb nach PB durchgehend stabil (89,82). Es gab keine Veränderungen der Darmfunktion (vor PB 3,06, nach PB 5,1). SCHLUSSFOLGERUNG: Der allgemeine Gesundheitszustand und die Lebensqualität der Patienten nach einer PB bleiben insgesamt exzellent. Die Rate der erektilen Dysfunktion bleibt langfristig stabil. Unserer Studie zeigt, dass die PB nur zu einer vorübergehenden Verschlechterung der Miktionsfunktion führt. |
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Prospektive Erfassung von Lebensqualität und Toxizität der HDR-Brachytherapie als interstieller Boost bei der Behandlung des Prostatakarzinoms
Derakhshani P1,2, Neubauer S1,2, Weise C1,3, Spira G1,3
(1) Westdeutsches Prostatazentrum, Klinik am Ring, Köln (2) Urologische Abteilung, Klinik am Ring, Köln (3) Radioonkologische Abteilung, Klinik am Ring, Köln
EINLEITUNG UND ZIELSETZUNG: Wir berichten über die Ergebnisse, Toxizität und Lebensqualität (LQ) der kombinierten HDR-Brachytherapie bei lokalisiertem Prostatakarzinom mittlerer und hoher Risikogruppe. METHODIK: Zwischen 04/03 und 12/06 wurden 416 Patienten mittels kombinierter HDR-Afterloading-Brachytherapie behandelt. 8% der Patienten hatten ein niedriges, 40% ein mittleres und 52% ein hohes Risiko nach AUA. 53% der Patienten erhielten eine Hormontherapie. Validierte Fragebögen (IPSS, QLQ-C30, PR25-Prostata-Modul, IIEF5) dienten der Erfassung von LQ, Miktion und Sexualfunktion prospektiv vor sowie 24 Monate nach Behandlung. ERGEBNISSE: Das mediane Follow-Up war 34 Monate (12-56). Bei Patienten mit mittlerem/hohem Risiko verringerte sich der mediane PSA-Wert von 11 ng/ml auf 0,15 nach 36 Monaten. Die biochemische Rezidivfreiheitsrate nach 3 Jahren betrug für die hormonnaiven Patienten 87% gemäß ASTRO-Definition. Bei einem IPSS von 8,9 vor Therapie zeigte sich 3, 6 und 12 Monate nach HDR-Brachytherapie eine leichte Verschlechterung (10,6, 9,3, 10,3). Der Urinary-Bother-Score (UB) betrug unmittelbar nach der HDR 30,2, verbesserte sich aber deutlich im Laufe der folgenden zwölf Monate (23,6) und erreichte nach 24 Monaten fast Ausgangswerte (19,1). Es gab keine Veränderungen der Darmfunktion (vor HDR 4,1, nach HDR 5,8). Der allgemeine Gesundheitszustand vor Therapie war ausgezeichnet (72,4) und zeigte nur eine leichte Verschlechterung über den gesamten Nachbeobachtungszeitraum (Mittel 67,3). 24 Monate nach HDR-Brachytherapie erreichte der GHS ein stabiles Niveau von 69,8. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die kombinierte HDR–Brachytherapie bei Prostatakarzinom mit mittlerem und hohem Risikoprofil führt zu ausgezeichneter biochemischer Kontrolle und LQ bei geringer Akut- und Spättoxizität.
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WPZ stellte aktuelle Studie auf der EAU in Barcelona vor
Prostatakrebs-Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Tumor profitieren von einer kombinierten Strahlenbehandlung. Dabei wird der Tumor sowohl von innen mittels HDR-Brachytherapie als auch von außen bestrahlt. Dies zeigt eine Studie des Westdeutschen Prostatazentrums, diejüngst auf der Jahrestagung 2010 der European Association of Urology (EAU) in Barcelona vorgestellt wurde.
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Weiterlesen... [HDR liefert exzellente Ergebnisse]
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Aktuelle schwedische Studie mit 20.000 Teilnehmern überzeugt vom Nutzen des PSA-Tests
Trotz seiner Erfolgsgeschichte seit der routinemäßigen Einführung Anfang der 80er Jahre wird der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs mehr denn je kritisch diskutiert. Den Anlass dazu gaben zwei Studien, die letztes Jahr in der Zeitschrift „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurden.
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Weiterlesen... [PSA-Test halbiert Sterblichkeit]
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Was bereits zahlreiche internationale Studien1 belegt haben, wurde nun von den führenden Experten bestätigt: Prostatakrebs-Patienten, die eine Brachytherapie (innere Bestrahlung) erhalten, leiden nach der Behandlung deutlich seltener unter Beeinträchtigungen ihrer Potenz. Auch die Harninkontinenz, die nach der radikalen Entfernung der Prostata bei bis zu 50 Prozent2 liegt, ist mit 0,3 bis 3 Prozent nach Seed-Implantation verschwindend gering und tritt eigentlich nur nach vorangegangener transurethraler Prostataresektion (TURP) auf.
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Weiterlesen... [Leitlinien bestätigen: Weniger Impotenz und Inkontinenz nach Seed-Implantation als nach OP]
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Die moderne roboter-assistierte Operation, die voreingenommen als „schonende“ Behandlungsoption für den Patienten gilt, weist mehr Nebenwirkungen auf als bislang propagiert. So ergab jüngst eine Kohortenstudie1 im US-amerikanischen Ärzteblatt, dass die „Roboter-Operation“ mit einem erhöhten Auftreten von Spätrisiken wie Impotenz und Inkontinenz einhergeht, die trotz der minimal-invasiven Technik sogar noch stärker ausgeprägt ist, als bei dem herkömmlich OP-Verfahren. So steigt laut Studienergebnis die Inkontinenzrate nach der roboter-assistierten OP um 24 und die erektile Dysfunktion um 29 Prozent.
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Weiterlesen... [Mehr Nebenwirkungen nach Roboter-OP]
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Aktive Überwachung als gleichberechtigte Therapieoption beim Prostatakarzinom
Dank verbesserter Früherkennung werden immer mehr Prostatakarzinome im Frühstadium entdeckt und insbesondere in Deutschland trotzdem einer radikalen operativen Therapie zugeführt. Dabei würden viele dieser Tumore niemals Beschwerden verursachen, geschweige denn zum Tode führen. Um der „Übertherapie“ entgegen zu wirken, gewinnen defensive Strategien wie die „aktive Überwachung“ oder nebenwirkungsarme Therapiemethoden wie die Brachytherapie immer mehr an Bedeutung.
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Weiterlesen... [Prostatakarzinom: Abwarten und nichts tun?]
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Keine noch so fortschrittliche Entwicklung in der Medizin bringt etwas, wenn sie nicht beim Patienten ankommt. Umso wichtiger ist es dem Berufsverband der deutschen Urologen (BDU) schnell zu handeln und die neue S3-Leitlinie zur Behandlung des Prostatakarzinoms in die Praxis umzusetzen. Mit einer bundesweiten Fortbildungsinitiative soll das derzeit verfügbare Wissen über Früherkennung, Diagnose und Therapie an alle Urologen in Deutschland vermittelt werden. Erklärtes Ziel des BDU ist es, dass Patienten möglichst schnell von den Neuerungen der Leitlinie profitieren und eine „leitliniengerechte und bestmögliche Behandlung“ erhalten, betonte der Präsident des Berufsverbandes Dr. Martin Bloch.
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Weiterlesen... [Umsetzung der Prostatakrebs-Leitlinie in die Praxis]
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