International Prostate Cancer Group
Sektion Deutschland
Westdeutsches Prostatazentrum
Klinik am Ring
Hohenstaufenring 28
50674 Köln
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WPZ stellte aktuelle Studie auf der EAU in Barcelona vor
Prostatakrebs-Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Tumor profitieren von einer kombinierten Strahlenbehandlung. Dabei wird der Tumor sowohl von innen mittels HDR-Brachytherapie als auch von außen bestrahlt. Dies zeigt eine Studie des Westdeutschen Prostatazentrums, diejüngst auf der Jahrestagung 2010 der European Association of Urology (EAU) in Barcelona vorgestellt wurde.
Trotz seiner Erfolgsgeschichte seit der routinemäßigen Einführung Anfang der 80er Jahre wird der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs mehr denn je kritisch diskutiert. Den Anlass dazu gaben zwei Studien, die letztes Jahr in der Zeitschrift „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurden.
Was bereits zahlreiche internationale Studien1 belegt haben, wurde nun von den führenden Experten bestätigt: Prostatakrebs-Patienten, die eine Brachytherapie (innere Bestrahlung) erhalten, leiden nach der Behandlung deutlich seltener unter Beeinträchtigungen ihrer Potenz. Auch die Harninkontinenz, die nach der radikalen Entfernung der Prostata bei bis zu 50 Prozent2 liegt, ist mit 0,3 bis 3 Prozent nach Seed-Implantation verschwindend gering und tritt eigentlich nur nach vorangegangener transurethraler Prostataresektion (TURP) auf.
Aktive Überwachung als gleichberechtigte Therapieoption beim ProstatakarzinomKeine noch so fortschrittliche Entwicklung in der Medizin bringt etwas, wenn sie nicht beim Patienten ankommt. Umso wichtiger ist es dem Berufsverband der deutschen Urologen (BDU) schnell zu handeln und die neue S3-Leitlinie zur Behandlung des Prostatakarzinoms in die Praxis umzusetzen. Mit einer bundesweiten Fortbildungsinitiative soll das derzeit verfügbare Wissen über Früherkennung, Diagnose und Therapie an alle Urologen in Deutschland vermittelt werden. Erklärtes Ziel des BDU ist es, dass Patienten möglichst schnell von den Neuerungen der Leitlinie profitieren und eine „leitliniengerechte und bestmögliche Behandlung“ erhalten, betonte der Präsident des Berufsverbandes Dr. Martin Bloch.